Titanic

 

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Für Murdoch war die Versetzung auf die Titanic ein weiterer Karriereschritt, denn damit verbunden war auch die von ihm vermutlich lang erwartete Beförderung zum Chief Officer.
Zum Thema "Karriere bei der White Star Line" habe ich auf Basis von Murdochs Laufbahn mit Seitenblick auf andere zeitgenössische Seefahrerkarrieren bei dieser Reederei einen Aufsatz für "Der Navigator" (Vereinszeitschrift des Titanic Informations Center Deutschland e. V.) verfasst, den ich an dieser Stelle zur Verfügung stellen kann:

Karriere bei der White Star Line

Hatte Murdoch noch die Probefahrt in Belfast und die Überführungsfahrt nach Southampton als Chief Officer der Titanic erleben dürfen, so gab es vor der Jungfernfahrt eine Umbesetzung unter den dienstälteren Offizieren, die Murdoch wieder in den Rang eines 1. Offiziers zurückwarf. In dem erhaltenen Brief, in dem er sich zu diesem Thema äußert, ist es eher eine Randnotiz und er strahlt Optimismus aus, dass diese Rückstufing lediglich vorübergehend ist und er wieder befördert wird, sobald der neue Chief Officer (Wilde) das Schiff wieder verlässt. Wusste Murdoch mehr als die Titanic-Forscher, die bis heute über die Gründe hinter der Umbesetzung spekulieren und dabei auch eine ungenügende Leistung Murdochs für möglich halten?
Meine Untersuchung zu den möglichen Hintergründen dieser Umbesetzung mit einer aus den Ergebnissen abgeleiteten Antwort wurde ebenfalls in "Der Navigator" veröffentlicht und kann an dieser Stelle eingesehen werden:

Warum Wilde?

Der Tag der Entscheidung für die Geschichte der Titanic war meiner Ansicht nach der 14. April 1912. Dementsprechend habe ich mich erneut mit den Eiswarnungen sowie den Vorgängen auf der Brücke von 20 Uhr bis zum Zeitpunkt der Kollision und dem Ausweichmanöver selbst befasst. Die Ergebnisse habe ich in einem Buch festgehalten, das über den Buchhandel zu beziehen ist:

 

Autor: Susanne Störmer

Titel: Dampfer Titanic: Eisberg voraus. Die letzten Stunden vor der Kollision neu untersucht.

ISBN: 978-3-8370-0889-0

136 Seiten, 33 s/w Fotos oder Zeichnungen, 3 Tabellen, 3 Skizzen

Rezensionen

Stimmen zum Buch:

Der Inhalt dieses Buches ist Titanic-Forschung pur auf höchstem Niveau - und somit ein Muss für alle, die sich ernsthaft mit dem Thema auseinander setzen.
Günter Bäbler
Präsident Titanic-Verein Schweiz
www.titanicverein.ch

Susanne Störmer hat die bislang erforschten Tatsachen in Frage gestellt. Damit ist sie eine Pionierin auf dem Weg zu einer neuen Wahrheit des Titanic-Unterganges. Dies bewies sie eindrucksvoll an einem Vortragsabend im Juli 2007 in der Kieler Ostseehalle im Rahmen der Ausstellung "Titanic: Einladung zu einer Zeitreise". Erstmalig offenbarte Störmer dem Publikum, was sich ihrer Meinung nach wirklich auf der Brücke der Titanic abgespielt haben muss , als diese auf ein gefährliches Eisfeld zusteuert.
Mit diesem Buch macht Susanne Störmer die umfassenden Ergebnisse ihrer neuesten Forschungen nun einem noch breiteren Publikum zugänglich und beweist, dass die bisherigen Forschungsergebnisse revidiert werden müssen.
Malte Fiebing
Vorstand Nord/Süd des Titanic Informations Center Deutschland e. V.
www.titanicverein.de
Wissenschaftlicher Berater von: "Titanic: Einladung zu einer Zeitreise" (Ostseehalle Kiel, 16.06. - 12.08.2007)

 

Nach der Kollision musste zuerst die Beschädigung des Schiffes festgestellt werden. Als klar wurde, dass an eine Fortsetzung der Fahrt nicht zu denken war, sondern evakuiert werden musste, hatten die Offiziere die Aufgabe, das Beladen und Fieren der Rettungsboote zu leiten. Murdoch war zwar 1. Offizier, jedoch gab es auf der Titanic den ihm übergeordneten Chief Officer, womit Murdoch eigentlich der 2. Offizier war - und damit gehörte er zur Steuerbordwache. Dementsprechend war er für die Boote der Steuerbordseite verantwortlich. Besonders für das Fieren von Boot 1 mit nur 12 Menschen in einem Boot, das Platz für 40 Personen bot, wird Murdoch kritisiert. Selbstverständlich ist auch das für mich Anlass einer Untersuchung gewesen - das Ergebnis wurde in der Titanic Post (Vereinszeitschrift des Titanic-Verein Schweiz) veröffentlich:

Zwölf Menschen in einem Boot

Mit dem Titanic-Film von James Cameron entbrannte die Diskussion darüber, ob Murdoch sich vor dem Untergang der Titanic erschossen hat, in voller Wucht. Die Gerüchteküche dazu brodelte schon seit 1912, und durch den Erfolgsfilm von 1997/98 wurde es dann ein richtig heißes Thema. Eine Betrachtung von mir zu diesem Thema wurde in Der Navigator Nr. 1, 12 Jahrgang publiziert.

War ein Selbstmörder an Bord?

© Susanne Störmer, Juli 2006 - Juli 2008

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